Daniel Illger: Der Stern der Mitternacht. Skargat 3 (Rezension)

In „Der Stern der Mitternacht“ bringt Daniel Illger seine Trilogie um den Außenseiter Mykar und seine Gefährten zu einem bittersüßen Ende.

Das Böse ist in der Welt angekommen. Niemand ist vor ihm sicher – weder Ritter noch Geweihte, weder Gaukler noch Könige. Während sich das Kaiserreich langsam in eine Hölle verwandelt, wird das Städtchen Dreieichen zum Schauplatz der Entscheidungsschlacht.  (Klappentext)

Eine ausführliche Rezension von mir könnt Ihr im Herbst 2017 in der Tolkien Times der Hobbit Presse lesen, deshalb gibt es an dieser Stelle „nur“ eine ausdrückliche Leseempfehlung für alle, die gern anspruchsvolle Phantastik lesen. Nicht umsonst wurde Daniel Illger für den ersten Band der Reihe mit dem Seraph für das beste Debüt 2015 ausgezeichnet.

Rudrick von Nordwiesen, der Anführer von Skargats Jägern, ist tot. Und doch hat der Kampf gegen das Böse gerade erst begonnen. Der Adelige Justinius versucht verzweifelt, die grausame Hexenjagd zu beenden, die das Städtchen Dreieichen in Schrecken versetzt hat. Im fernen Donost muss Mykar eine Entscheidung treffen, die sein Leben verändern wird. Was ist ihm wichtiger: seine Rache oder seine Liebe? Währenddessen sammeln sich die letzten aufrechten Krieger in dem Geheimbund »Stern der Mitternacht«. So auch Mykars Freund Cay. Ganz allein muss er den Nekromanten entgegentreten, die die Herrschaft des Bösen vorbereiten. (Klappentext)

Ich bin Skargat-Fan der ersten Stunde, zum einen natürlich wegen des düsteren und atmosphärisch Plots und dem detaillierten Weltenbau, nicht zuletzt aber auch wegen der Sprache. Daniel Illger spielt nicht nur mit Worten, sondern nutzt sie zur Herausarbeitung der verschiedenen Charaktere. Geschickt verleiht er jedem Protagonisten seine eigene Stimme, so dass man nicht nur den einzelnen Passagen mühelos anhand des Schreibstils ihre jeweiligen Sprecher zuordnen könnte, sondern auch einen tiefen Einblick in das Wesen des jeweiligen Charakters erhält, sei es nun der eher einfach gestrickte Totengräber Halig oder die uralte Luziera, die an Mommy Fortuna erinnert.

Manchmal geraten die Beschreibungen oder Exkurse einen Tick zu langatmig, dennoch ist gerade Band 3 ein echter Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Handlung wird gegen Ende sehr rasant, was der Autor sehr gelungen dadurch umsetzt, dass er seine über drei Bücher eingehaltene Erzählerstruktur, pro Kapitel nur eine Figur zu Wort kommen zu lassen, aufbricht und auf den letzten 100 Seiten schneller die Perspektiven wechselt. Das ist auch notwendig, denn zum Schluss finden viele der Figuren, die im Lauf der Handlung getrennt wurden, wieder zusammen.

Gibt es ein Happy End? Für manche ja, für manche nein. Wen welches Schicksal ereilt und ob ein vermeintlich schlechte Ende manchmal nicht doch ein gutes ist, verrate ich Euch natürlich nicht. Ein Ende im eigentlichen Sinne gibt es ja sowieso nicht:

„Aus jedem Ende entstehen zehn neue Anfänge. Denn solange es Menschen gibt, werden sie nicht aufhören zu lieben und zu hassen, zu kämpfen, zu leiden und zu hoffen.“

In diesem Sinne hoffe ich auf weitere Werke von Daniel Illger. Und jetzt bitte hier  klicken 😉

 

Details zum Buch
Daniel Illger: Der Stern der Mitternacht. Skargat 3
Klett Cotta – kartoniert – 617  Seiten
ISBN: 3608981241
Preis: 17,95 Euro

Hinweis:
Das Manuskript wurde mir kostenlos von Klett-Cotta/Hobbit-Presse zur  Verfügung gestellt. Vielen Dank.

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