Das war die Buchmesse Frankfurt 2017

Letzte Woche war es endlich wieder soweit. Buchmesse! Nachdem ich dieses Jahr leider nicht in Leipzig war, habe ich mich umso mehr gefreut, endlich wieder Buchluft zu schnuppern und viele Bekannte zu treffen.

immer schön merken, wo das Auto steht 😉
Aufgrund der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen war die Schlange am Messe-Eingang diesmal etwas länger.

Los ging es für mich am Donnerstag in aller Frühe. Leider etwas chaotisch – ich schiebe es auf den Kindergeburtstag am Tag zuvor und unglücklicherweise wurde die Tochter auch wach, als ich gerade los wollte und der Trennungsschmerz war groß.  Trotzdem war ich pünktlich um halb neun im Messeparkhaus Rebstock (das jedes Jahr teuer wird) und gleich darauf im Bus zu Halle 3.

 

 

 

Dort blieb ich allerdings nicht, denn der Donnerstag gehörte dem Conte-Verlag, bei dem ich mich seit August um Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmere. Unser Stand in Halle 4.1 lag nicht nur in de Nähe der Leseinsel der Unabhängigen Verlage, sondern auch direkt am Azubistro, das ich jedem Messebesucher ans Herz legen kann: Wo sonst bekommt man auf der Messe Kaffee für 1 Euro! Der Vormittag war noch recht ruhig, wenn auch unser Frankreich-Spezial viele Besucher anlockte. Passend zum Gastland-Auftritt hatten wir nicht nur eine Anthologie herausgebracht, sondern auch einen kostenlosen Sonderdruck mit Auszügen unserer Frankreich-Titel vorbereitet. Am Nachmittag wurde es dann lebhafter und ich durfte einige unserer Autoren, darunter Andreas Dury, Hans Gerhard und Isabella Archan kennenlernen.

Am nächsten Tag hatte ich „frei“, wie meine lieben Kollegen bei Conte behaupteten, was mich nicht davon abhielt, mich bei Conte mit zwei netten Blogger-Kolleginnen zu treffen: Sonja Hampel vom Buchweiser  (links) und Sonja Wagner von Books and Shoes (im blauen Oberteil zusammen mit Isabella Archan).

 

Den Rest der Zeit verbrachte ich hauptsächlich in den Hallen 3.0 und 3.1., wo ich mehrere Termine hatte und auch zwischendurch immer wieder nette Menschen traf. Am Stand der Hobbit-Presse musste ich natürlich ein Quietschen unterdrücken, als ich den Ständer mit der neuen Ausgabe der Tolkien Times sah. Und dann durfte ich mir auch noch zwei Bücher mitnehmen <3

Bei Droemer Knaur traf ich nicht nur Markus Heitz und Christoph Hardebusch, sondern auch Oliver Hoffmann (früher Verlagsleitung bei Feder & Schwert, heute Lektor bei Textmenschen) und Kai Meyer, mit denen ich mich über humoristisch-historische Fantasy, mein Rezension zu „Die Spur der Bücher“ und die spannende Frage, warum ich keine Bewertungen bei amazon und Co. veröffentliche, unterhalten habe. Die Mittagspause verbrachte ich mit Lea Peterknecht, die uns jahrelang bei WerkZeugs unterstützt hat, und mittlerweile in Leipzig Buchwissenschaft studiert. Wir haben einige Pläne geschmiedet, von denen ich Euch hoffentlich bald berichten kann. Ebenfalls Studentin der Buchwissenschaft ist Reni Nürnberger, die mir bestens von der Leipziger Buchmesse bekannt ist, wo sie uns an der Technik unterstützt hat. Sie arbeitet mittlerweile als Lektorin, unter anderem für den Verlag Schwarzer Ritter, und ich hoffe, dass wir in Zukunft wieder mehr miteinander zu tun haben.

Von den zahlreichen Veranstaltungen, die ich mir herausgesucht habe, habe ich leider nur eine besucht. Am Stand von epubli gab es eine Podiumsdiskussion mit Martin Krist zum Thema „Self-Branding: Der Autor als Marke“, was mich natürlich wegen meines eigenen Email-Kurses brennend interessiert hat. Ich kannte den Autor vorher nicht, aber er kam durchweg sympathisch rüber und bestätige meine Devise, dass man sich nicht verstellen muss, um sich als Marke darzustellen. Seine Ausführungen zum Thema „Zusammenarbeit mit Bloggern“ waren sehr inspirierend. Interessant fand ich auch, dass der Berliner die Social Medias, inbesondere Instagram, als visuellen Ausgleich zu seinem Schreiben empfindet.

Zwischen den verschiedenen Terminen habe ich natürlich viel geguckt und ein paar sehr schöne neue Bücher, insbesondere von kleinen Verlagen entdeckt. Dabei ist mir aufgefallen, dass gerade an den kleinen Ständen den Besuchern wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird – um nicht zu sagen, dass ich meist ignoriert wurde. Aber es war schon spät am Abend und vielleicht war die Luft auch einfach raus. Eine schöne Ausnahme bildete da übrigens der Buchheim Verlag, bei dem Autorin Clara Gabriel mich in ein sehr freundliches Gespräch verwickelte. Aufgefallen ist mir auch, das es im Gegensatz zu den Vorjahren recht wenige Give-Aways gab, von den üblichen Flyern und Leseproben abgesehen. Dafür konnte man aber an mehreren Ständen personalisierte Lesezeichen u.ä. anfertigen lassen – eine sehr schöne Idee, aber ich hatte weder Lust, mich irgendwo anzustellen noch fühlte ich mich an dem Tag besonders fotogen.

 

Für meine Tochter gab es wie jedes Jahr ein Pixi-Buch aus dem Carlsen-Verlag.
Ich liebe übrigens Pop-Up-Bücher!
Die Dame am Handlettering-Stand hat mir die Stifte so freundlich demonstriert, ich musste einen mitnehmen. Meine eigenen Versuche sind allerdings noch nicht vorzeigbar.

 

 

 

 

 

Ich meinte oben übrigens Verlage, wo ich niemanden persönlich kannte. An anderen Ständen – wie z.B. beim Papierverzierer Verlag, fühlte ich mich gleich wie zuhause. Kein Wunder bei so netter Gesellschaft wie Robert Corvus (dem ich gleich nochmal persönlich für seine Teilnahme an All Hallows Read danken konnte), Klaus N. Frick, den seine Begegnung mit Nnedi Okorafor sichtbar mehr beschäftigte als die Premiere seines eigenen Buches „Das blutende Land“, und Ann-Kathrin Karschnick. Hier erbat ich mir auch mein einziges Rezi-Exemplar, die Anthologie FaRK Trek. Du darfst Dich also schon mal auf ein Video freuen, in dem Du mir beim heiteren Autoren-Raten zuschauen darfst.

 

Mein vorletzter Termin führte mich zu Fehu, wo ich die liebe Amanda Koch traf und ein großes Geheimprojekt besprochen wurde. Danach ging es zum Sekt-Empfang bei Klett-Cotta, wo ich sehr nett mit Katja Bäumlisberger, Marcel Aubron-Bülles (Tolkien-Experte, freier Journalist und Übersetzer) und Kathrin Heintel von Thalia geplaudert und gerade noch den letzten Bus zum Messeparkhaus erwischt habe.

Zum Abschluss des Tages ging es dann zum Galaktischen Forum, einer Party, die die Verlage FISCHER Tor und Knaur Fantasy in der Nachfolge der legendären Perry-Rhodan-Parties organisieren. Davon gibt es keine Bilder. Denn was im Galaktischen Forum geschieht, bleibt im Galaktischen Forum 😉

Hab einen guten Tag!
Tanja

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